Kategorie: MINT

  • Lernfabrik 4.0 – Umstellung auf Farbauswahl

    Lernfabrik 4.0 – Umstellung auf Farbauswahl

    In ihrer Projektarbeit haben drei Schülerinnen und Schüler der FOS 12 Elektrotechnik eine Softwareerweiterung für unsere Lernfabrik 4.0 implementiert.

    Die Anlage steht im Technologiezentrum, dem neuesten und modernsten Technikgebäude unserer Schule. Sie dient dazu, die komplexen Methoden industrieller Produktion zu veranschaulichen und zu erklären.

    Ziel des Projektes war die Vereinfachung der Kugelauswahl mit Hilfe eines Bezuges auf die RGB-Farben.

    Dazu wurde ein Verhältnis zwischen den einzelnen Kugeln (rot, grün, blau) zueinander und den daraus resultierenden RGB-Farben erstellt.

    Um eine händische Auswahl der Farben zu begrenzen, wurde ein Regler anstatt des Zahlenfeldes implementiert welches die maximal wählbare Anzahl der Kugeln auf drei pro Farbe begrenzt. Dies ergibt 64 wählbare Farben (bzw. Schattierungen).

    Über das Bedienfeld der Maschine kann ein Arbeitsauftrag gestartet werden, bei dem entschieden wird, welche und wie viele Kugeln in welche Verpackung gelegt werden sollen. Dies wird jetzt durch eine direkte Farbauswahl automatisiert.

    Nach dem Absenden des Auftrags beginnt die modular aufgebaute Anlage damit, ein leeres Tray aus dem Lagerturm auf den Weg zu schicken. In diesem Tray befindet sich ein Chip, auf dem die Auftragsdaten gespeichert sind und von jeder Station im Verlauf des Prozesses gelesen werden können.

    Das nächste Modul setzt eine Dose auf das Tray, die im nächsten Schritt mit den bestellten Kugeln befüllt werden. Durch das vorherige Wiegen der leeren Dose und das anschließende Wiegen der befüllten Dose kann festgestellt werden, ob genügend Kugeln in der richtigen Menge vorhanden sind. Eine zweite Qualitätskontrolle wird mit einem Kamerasystem realisiert. Hier wird die farbliche Anzahl der Kugeln überprüft.

    Nach der visuellen Kontrolle kann das beladene Tray entweder zur individuellen

    Weiterbearbeitung ausgeschleust werden (fehlerhafte Anzahl) oder in der darauffolgenden Station mit einem Deckel in der zuvor bestellten Farbe versehen werden. Der Deckel, der vorerst auf der Dose aufliegt, wird in der nächsten Station auf die Dose gepresst und somit verschlossen. Durch eine Abstandsmessung wird überprüft, ob der Deckel verschlossen ist.

    Abschließend wird das beladene Tray, wie zuvor bestellt, entweder in den Lagerturm oder zur manuellen Entnahmestelle (Hochregallager s-tower) gefahren werden.

    Fazit:

    Wir als Gruppe fanden das Projekt sehr spannend und lehrreich. Es hat viel Spaß gemacht, an der Anlage zu arbeiten und als Gruppe gemeinsam Ergebnisse zu erzielen.

    Wir freuen uns, dass wir teilhaben durften an diesem Projekt und die Schule dadurch um eine weitere technische Errungenschaft bereichern konnten.

  • Bau eines HiFi-Boxen-Paar der Marke Canton

    Bau eines HiFi-Boxen-Paar der Marke Canton

    Projektbericht: Bau eines HiFi Boxen-Paar der Marke Canton

    Im Folgenden wird der Aufbau einer Canton-Lautsprecherbox detailliert beschrieben, wobei besonderes Augenmerk auf die verbauten Passivfilter gelegt wird. Canton ist ein renommierter Hersteller von hochwertigen Audioprodukten und ist in unserer Region ansässig. Durch die Kooperation mit der Friedrich-Dessauer-Schule hat uns Canton auch dieses Jahr die Komponenten eines HiFi-Boxenpaares zur Verfügung gestellt.

    Die Canton-Lautsprecherbox besteht aus hochwertigen Komponenten und bietet ein ansprechendes Design, das Funktionalität und Ästhetik vereint. Der Gehäuseaufbau spielt eine wichtige Rolle für die Klangqualität und die richtige Wiedergabe der Audiosignale.

    Der erste Schritt beim Aufbau der Canton-Lautsprecherbox besteht in der Auswahl eines geeigneten Gehäuses. Die Gehäuseform kann je nach Modell variieren, aber die Verwendung hochwertiger Materialien wie MDF (Mitteldichte Holzfaserplatte) oder Massivholz ist üblich, um unerwünschte Vibrationen zu minimieren. Das Gehäuse, auch Korpus genannt, wurde uns ebenfalls von Canton zur Verfügung gestellt.

    Im Inneren der Lautsprecherbox befinden sich die Treiber, die für die Klangwiedergabe verantwortlich sind. Canton verwendet in der Regel hochwertige Tief- und Mitteltöner sowie Hochtöner aus speziellem Material wie Keramik oder Aluminium, um eine präzise und klare Klangqualität zu gewährleisten.

    Neben den Treibern spielen die Passivfilter eine entscheidende Rolle bei der Klangoptimierung. Die Passivfilter sind elektronische Schaltungen, die den Frequenzgang des Lautsprechers anpassen, um eine ausgewogene Klangwiedergabe zu erreichen. Sie bestehen aus Kondensatoren, Induktivitäten und Widerständen, die in einer bestimmten Konfiguration miteinander verbunden sind. Die jeweiligen Filterschaltung wurde theoretisch als auch durch eine Simulation besprochen.

    Die Passivfilter werden auf die spezifischen Eigenschaften der Treiber abgestimmt. Sie dienen dazu, unerwünschte Frequenzbereiche zu filtern, Resonanzen zu minimieren und eine lineare Übertragung der Schallwellen zu gewährleisten. Dies führt zu einer natürlichen und präzisen Klangwiedergabe über den gesamten Frequenzbereich. Hierbei war es enorm wichtig, auf eine korrekte Polung (Anschluss) der Treiber zu achten.

    Um eine bestmögliche Klangqualität zu erzielen, wurden ausschließlich hochwertige Bauteile für die Passivfiltern verwendet. Die Auswahl der richtigen Kondensatoren, Induktivitäten und Widerstände ist entscheidend, um eine geringe Verzerrung und eine akkurate Klangwiedergabe zu gewährleisten.

    Die Auswahl des Gehäuses, die Verwendung hochwertiger Treiber, die präzise Abstimmung der Passivfilter und der genaue Einbau ist entscheidend für eine außergewöhnliche Klangqualität. Hierbei war das Verlöten der Anschlüsse eine besondere Herausforderung.

    Wir als Gruppe hatten viel Spaß beim Zusammenbauen der Boxen. Wir fanden es vor allem interessant, wie die einzelnen Filter von Canton vom Werk aufgebaut waren. Dadurch, dass wir so viele verschiedene Teile verbaut haben, konnten wir uns viele Fertigkeiten aneignen. Wir sind sehr überzeugt von den hochwertigen Produkten und bedanken uns bei Canton, welches seit vielen Jahren für exzellentes Audio-Engineering und Audiophile mit herausragenden Lautsprechersystemen steht.

    Team 1 (Leon Schnurbusch, Tobias Biensack, Jacob Maurice, Lennard Kaczmarek)
    FOS12 B Themenfeld 12.2 – Projektmanagement

     

  • Exkursion GUT mit dem BG 11 Bautechnik

    Exkursion GUT mit dem BG 11 Bautechnik

    Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums 11 (Schwerpunkt Bautechnik) besuchten am Dienstag, den 06.06.2023 den Gießener Unternehmenstag (GUT) der Technische Hochschule Mittelhessen (THM).
    Hier gab es die Gelegenheit Unternehmen aus der Baubranche kennenzulernen sowie das Studienangebot der THM zu erkunden.
    Der persönliche Kontakt zum Fachbereich Bau sowie der Kontakt zu regionalen Arbeitgebern aus dem Bereich Architektur und Bauingenieurwesen war eine gewinnbringende Erfahrung für alle Beteiligten.
  • Projekt Lithophan mit einer Box in der Mittelstufenschule

    Projekt Lithophan mit einer Box in der Mittelstufenschule

    Die Lernenden der Mittelstufenschule haben kürzlich eine spannende Projektarbeit abgeschlossen. Sie haben eine Lithophane-Box selbst mit Tinkercad konstruiert und anschließend ausgedruckt in unserem FabLab. Die Boxen wurden von den Lernenden mit der Elektronik ausgestattet wie beispielsweise einem USB-C Anschluss und einem Akku für den kabellosen Betrieb. Der Lithophan selbst wurdemit einem Gruppenbild sowie einer individuellen Gestaltung versehen.

    Die Lernenden waren begeistert von der Möglichkeit, ihre eigenen Lithophane-Boxen zu gestalten und zu installieren. Sie lernten dabei nicht nur den Umgang mit TinkerCAD, sondern auch die Grundlagen des 3D-Drucks und der Elektronik. Die Projektarbeit förderte zudem die Kreativität und das Teamwork der Lernenden.

    Die Lithophane-Boxen sind ein tolles Beispiel dafür, wie moderne Technologien in den Unterricht integriert werden können. Die Schülerinnen und Schüler haben dabei nicht nur praktische Fähigkeiten erworben, sondern auch ihre Begeisterung für Technologie und Innovationen entdeckt. Wir sind stolz auf die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler und freuen uns auf weitere spannende Projekte in der Zukunft.

  • ChatGPT – im Informatikunterricht

    ChatGPT – im Informatikunterricht

    Im Informatikunterricht LK 12 IT hatten wir die Möglichkeit, uns mit einer der revolutionären Erfindungen des letzten Jahres zu beschäftigen: ChatGPT – eine künstliche Intelligenz, mit der man schriftbasiert kommunizieren kann wie mit einem Menschen. Sie vereint viele Funktionen des Internets auf einer Seite, egal ob generelle Fragen zur Nachforschung, zur Lösung von Programmierproblemen, zur Erklärung oder Zusammenfassung von Informationen oder zum Lernen: Die künstliche Intelligenz liefert Antworten. Auch wenn diese bei erster Nachfrage nicht immer perfekt scheinen, lernt die KI. Dies tut sie zum Beispiel anhand der gestellten Fragen oder der Rückmeldungen des Nutzers und gibt so immer akkuratere und verbesserte Antworten. Somit bildet sie ein Werkzeug, was auch effizient im Unterricht eingesetzt werden kann. So hat unser Informatiklehrer, Herr Groß, uns die Chance gegeben, einmal selbst mit dieser Erfindung auseinanderzusetzen. Wir durften uns durch die KI herausfordernde Informatikaufgaben zu unserem aktuellen Thema SQL ausgeben lassen und unsere selbst geschriebenen Antworten durch diese auch korrigieren zu lassen. So erlernen wir sinnvoll, mit diesem zukunftsfähigen Werkzeug umzugehen, um unsere eigenen Fähigkeiten zu verbessern.

  • Bewerbungstraining mit „Pepper“

    Bewerbungstraining mit „Pepper“

    Humanoider Roboter „Pepper“ unterstützt Lehrkräfte an der FDS

    Wie die Künstliche Intelligenz ist die Robotik eine Schlüsseltechnologie. Es ist davon auszugehen, dass diese sämtliche Bereiche des täglichen Lebens und der Wirtschaft revolutionieren wird.
    So wird lt. Arbeitsmarktstudien (bekannt ist hier v.a. die Frey/Osborne- und die Delphi-Studie) davon ausgegangen, dass die Robotik in Kombination mit Künstlicher Intelligenz, Big Data und auch Virtual/Augmente Reality viele Arbeitsplätze in den kommenden Jahren stark verändern wird.

    Robotik findet sich bereits seit vielen Jahren in einigen Schulen im Einsatz, sie beschränkt sich jedoch oftmals auf prozessorientierte Robotertechnik oder auf den Einsatz von Lego-Robotern. Die FDS versucht als technische Schule den o.a. Wandel zu begleiten und den Schülerinnen und Schülern im praxisorientierten Unterricht die neuesten Standards im Bereich Robotik, Steuerungstechnik sowie intelligenter Gebäudesystem- und Energietechnik zu vermitteln.
    Versuche, Roboter auch abseits der technischen Fachbereiche zur Vermittlung von Lerninhalten zu nutzen, sind bislang eher selten. Die FDS versucht dies mit dem Einsatz von humanoiden Robotern wie Pepper und Nao zu ändern. So assistiert Pepper seit kurzem regelmäßig im Unterricht. Mit ihrer Hilfe werden Vorstellungsgespräche in Klassen, deren Schülerinnen und Schülern sich bald ihren ersten Vorstellungsgesprächen stellen müssen, simuliert und anschließend ausgewertet. Auch den Schüchternsten in der Klasse bietet sich durch Pepper eine Möglichkeit, ein Bewerbungsgespräch ganz ohne Beobachtung von Mitschülern oder Lehrern zu erfahren und zu üben. Somit werden unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Berufsvorbereitung bestens bei ihrem Bewerbungsprozess unterstützt.
    Hier lässt sich eindeutig feststellen, dass dieser Einsatz und die Beschäftigung mit humanoiden (also menschenähnlichen) Robotern im Unterricht eine Kompetenzerweiterung, eine hohe Motivation und sehr viel Spaß und Begeisterung bei den Schülerinnen und Schülern bewirkt.
  • Fit für die Zukunft

    Fit für die Zukunft

    Friedrich Dessauer Schule erhält Pkw-Brennstoffzelle

    Wasserstoff wird in Zukunft als Energieträger im Straßenverkehr immer wichtiger

    Die Freude steht Abteilungsleiter Oliver Koch buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Grund hierfür ist die Übergabe einer hochmodernen Brennstoffzelle durch das Autohaus Ludwig in Limburg. „Damit haben wir die ideale Ergänzung im Bereich Elektromobilität“, so Koch, der damit auf das schuleigene Hochvoltfahrzeug anspielt.

    Berthold Ludwig, Geschäftsführer des Autohauses Ludwig, pflichtet Koch bei: „Anders, wie häufig angenommen, verbrennen mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge diesen nicht in einem Verbrennungsmotor, sondern seine Energie wird in einer Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt. Damit wird dann ein Elektromotor angetrieben. Umweltschädliche Abgase entstehen dabei nicht, sondern nur Wasserdampf.“ Darüber hinaus weist Ludwig aber noch auf weitere Vorteile hin. „Unser Hyundai Nexo lässt sich in kürzester Zeit problemlos auftanken und hat eine Reichweite von 540 km. Der Verbrauch beträgt dabei nur 1,2 Kilo Wasserstoff auf 100 km“.

    Mit der gespendeten Brennstoffzelle liegt man voll im Trend. So sieht die Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung zum Erreichen der Klimaschutzziele bis 2030 im Zeitraum von 2016 bis 2026 ein Fördervolumen von bis zu 1,4 Mrd. Euro vor.
    Dass es nun sogar noch schneller gehen könnte, deutet die aktuelle Reise von Wirtschaftsminister Robert Habeck(Grüne) an, zurzeit auf Mission „Grüner Wasserstoff“ in Namibia und Südafrika unterwegs.

    Für Koch zeichnete sich dieser Weg schon länger ab. „Unsere Schule besitzt seit zwei Jahren eine schuleigene Solaranlage, auch für Unterrichtszwecke. Mit 18 kW Spitzenleistung ist es dabei möglich, die Standby-Leistung des Schulgebäudes nahezu vollständig abzudecken.“, so Koch, der bei Planung und Bau der Solaranlage selbst Hand anlegte.

    Das nächste Projekt kündigt sich auch schon an: Ab nächstem Jahr soll ein zusätzliches Windrad auf dem Schulgeländeelektrische Energie erzeugen.

    „Ideal wäre es“, so Koch, „wenn wir mit unseren Möglichkeiten grünen Wasserstoff vor Ort erzeugen könnten.“

    Aber dies sind dann wirklich noch Zukunftsträume.


    V. l. n. r.: Berthold Ludwig, Geschäftsführer des gleichnamigen Limburger Autohauses übergibt die Brennstoffzelle an Berufsschullehrer Frank Donecker und Abteilungsleiter Oliver Koch. Mit dabei der Initiator der Brennstoffzellenspende Kfz-Meister und Serviceberater Christopher Rosenthal.

    Spitzentechnologie zum Anfassen – Die gespendete Brennstoffzelle wird den Unterricht bereichern.

    Quellen:

    https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/marken-modelle/hyundai/hyundai-nexo/

    https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/die-nationale-wasserstoffstrategie.pdf?__blob=publicationFile

     

  • Projektarbeit „Bäume pflanzen leicht gemacht“

    Projektarbeit „Bäume pflanzen leicht gemacht“

    Die Schüler der Fachoberschulklasse 12A FOS Maschinenbau hatten von ihrem Lehrer den Auftrag bekommen, eine Lösung zu finden, wie Kundinnen und Kunden im Internet ein Produkt bestellen können, mit dem sie ohne Vorkenntnisse möglichst leicht einen sogenannten „Tiny Forest“ pflanzen können. Tiny Forests sind Mischwälder auf einer kleinen Fläche mit dichter Bewachsung, die meist im urbanen Raum angelegt werden.

    Die Vorgabe an die Schüler war, sich kreative Ideen auszudenken, um auf einer Fläche von 10 x 20 Meter verschiedene Baumarten (Eichen, Kastanien, Buchen, Walnussbäume usw.) anwenderfreundlich wachsen zu lassen. Die Materialien des Endproduktes mussten kompostierbar sein.

    Die Produktidee sollte entweder durch Handskizzen oder 3D-Modelle mit der CAD-Software „SolidWorks“ visualisiert werden. Eine Vermarktung des Produktes sollte ebenfalls geplant werden.

    Vorgestellt werden für die Leistung der gesamten Klasse hier drei Vorschläge, die neben einer Idee auch noch ein fertiges Produkt realisierten.

    Die Gruppe „Easyforest 360“ von Tobias Hartmann, Lukas Kunz und Tim Volkaert überzeugte mit einer in SolidWorks erzeugten Konstruktion, deren 3D-CAD-Modell mit dem 3D-Drucker der Schule ausgedruckt wurde.

    Die Schüler nutzten aus recyceltem Altpapier bestehende, angefeuchtete Einweghandtücher und platzierten zwischen diesen eine Eichel, Nuss oder einen anderen Samen. Durch die vorgegebene Form der unteren Konstruktion wurde der Baumsamen mit Hilfe einer Handhebelpresse mit den feuchten Papierhandtüchern verpresst, aber nicht beschädigt, und das überstehende Papier perforiert. Um eine lange Kette bzw. ein Netz aus „Samentaschen“ zu erhalten, wurde noch gedrehter Naturbast mitverpresst.

    Die Gruppe präsentierte außerdem die eigens erstellte Homepage www.easyforest360.de.

    Auf eine reine Metallkonstruktion setzte Jakob Hassler, der seine Bauteile selbst auf einer Drehmaschine herstellte. Bei seiner Idee werden Stücke eines alten, angefeuchteten Eierkartons mit Erde und Samen befüllt und in einen Zylinder gegeben. Ein passgenau gedrehter Stempel wird in den Zylinder eingeführt, der mit einer Hebelpresse den Eierkarton um Erde und Samen presst. Das überschüssige Wasser fließt unten ab und es entsteht eine Art „Pflanztab“.

    Die Gruppe von Niklas Weinfortner, Oliver Lautenschleger und Jonas Staudt stellte aus Abfällen einer Biogasanlage eine Art „Seedbomb“ her. Die als Dünger nutzbaren Abfälle wurden mit Bio-Kokosfett vermischt und um die Baumsamen gepresst. Erste Tests in freier Natur zeigten, dass die Samenbomben auch in trockenem Zustand nicht zerfallen und durch Feuchtigkeit Keime entstehen.

    Auch wenn dieses Projekt rein fiktiv war und es natürlich einfacher wäre, Eicheln, Kastanien, Walnüsse und andere Baumsamen zum Keimen zu bringen und in der Erde zu stecken, war die Auseinandersetzung mit der Thematik der „Tiny Forrest“ und noch viel mehr das eigenständige Konstruieren, Planen und zum Teil Fertigen eines technischen Systems zur Herstellung eines nachhaltigen Produktes für die Klasse eine motivierende Herausforderung mit erstaunlichen Ergebnissen.

  • Forschungsbörse@FDS oder „Wie Mobilität unser Leben beeinflusst“

    Forschungsbörse@FDS oder „Wie Mobilität unser Leben beeinflusst“

    Die „Forschungsbörse“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und hat die Idee, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bundesweit in die Klassenzimmer zu holen.

    Die Friedrich-Dessauer-Schule schätzte sich glücklich, dass sie Frau Prof. Petra Schäfer von der Frankfurt University of Applied Sciences für einen Vortrag über den Zusammenhang zwischen Mobilität und CO²-Ausstoß gewinnen konnte.

    Frau Prof. Schäfer leitet die Fachgruppe „Neue Mobilität“ und forscht zu den Themen Mobilität in der Zukunft, Akzeptanz neuer Techniken im Verkehr, Mobilitätsverhalten sowie umweltfreundlicher Verkehrsplanung.

    Um möglichst vielen Klassen eine Teilnahme an der Veranstaltung zu ermöglichen, gab es zwei Vorträge vor insgesamt 110 Schülerinnen und Schülern der Berufsvorbereitung, der Berufsschule, der Fachoberschule und des in Kooperation mit der PPC unterrichtete beruflichenGymnasiums.

    Es war kein reiner Vortrag im Vorlesungsstil, sondern Frau Prof. Schäfer gelang es durch gezielte Fragen die Zuhörerschaft in das Geschehen einzubinden, so dass eine lebhafte Diskussion mit kritischen Beiträgen der Schülerinnen und Schüler entstand.

    Die Referentin betonte zu Beginn, dass sie durch ihre Vorträgeniemanden missionieren wolle, sondern einen Denkanstoß geben möchte, wie wir alle unseren CO²-Ausstoß senken können. Denn der Verkehr macht ein Drittel des Treibhausgasausstoßes in Hessen aus.

    Die Schülerinnen und Schüler kamen zusammen mit der Verkehrsexpertin auf folgende Vorschläge:

    Stärkung des Rad- und Fußverkehrs
    Stärkung des ÖPNVs
    Unnötige Fahrten mit dem Auto unterlassen
    Fahrgemeinschaften bilden

    Ergänzend zu den bereits von den Schülerinnen und Schülern gemachten Vorschlägen nannte Frau Prof. Schäfer weitere Vorschläge, um den CO²-Ausstoß zu senken:

    Tempolimits
    Verkehrsfluss durch intelligente Ampelschaltungen optimieren
    Maut für Innenstädte
    Autospuren zu Fahrradspuren machen
    Einrichtung sogenannter Mobility Hubs, an denen Fahrräder, E-Autos und andere Fortbewegungsmittel zum Teil kostenlos ausgeliehen werden können
    Vorbild sein für andere

    Die Anwesenden wurde außerdem mit der Tatsache konfrontiert, dass das relativ kleine Limburg 2018 noch vor Frankfurt zu den Top 10 der schmutzigsten deutschen Städte gehörte, was viele erstaunte und schockierte.

    Für Frau Prof. Schäfer ist E-Mobilität nicht das Allheilmittel. Selbst wenn der Strom für E-Autos aus regenerativen Quellen kommt, ändert dies nichts an der Tatsache, dass auch ein E-Auto Ressourcen zur Herstellung und genau so viel Platz benötigt, wie ein Auto mit Verbrennungsmotor. Generell werden die Fahrzeuge immer größer, jedes fünfte in Deutschland zugelassene Fahrzeug ist ein SUV. Mehr und größere Fahrzeuge bei gleichbleibendem Platz in den Städten führe zu mehr Staus, die wiederum zu einem höheren CO²-Ausstoß führen. Daher muss nach ihrer Ansicht eine Minderung des motorisierten Individualverkehrs stattfinden.

    Die Schülerinnen und Schülern gaben zu bedenken, dass viele von ihnen auf ein Auto angewiesen sind, da in vielen Ortschaften ein Bus, wenn überhaupt nur ein Mal pro Stunde fahre.

    Für diese Situation hatte die Expertin Verständnis und machte klar, dass es nicht die eine Lösung für das komplexe Problem der CO²-Reduzierung gebe, sondern man die Situation jeder Einzelperson betrachten müsse.

    Leider müsse man die Autofahrerinnen und Autofahrer durch unpopuläre Maßnahmen, wie zum Beispiel der Wegnahme von Fahrspuren, ärgern, damit diese ihr Verhalten ändern. Denn so ein Auto sei schon ein bequemes Fortbewegungsmittel. Ohne dass man das Autofahren unbequem und andere umweltfreundlichere Fortbewegungsmittel attraktiver mache, gehe es leider (noch) nicht.

    Die Friedrich-Dessauer-Schule bedankt sich bei Frau Prof. Schäfer für die interessanten Vorträge und ihrem fundierten Wissen zur Mobilität, das sie stehts mit Fakten, Statistiken und Daten zu untermauern wusste, und wünscht Ihr viel Erfolg bei ihren so wichtigen Forschungen.

  • Kooperationstreffen GOBeL – „Gießener Offensive Berufliche Lehrerbildung“

    Kooperationstreffen GOBeL – „Gießener Offensive Berufliche Lehrerbildung“

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    Wer die Weichen für die Zukunft der beruflichen Bildungstellen möchte, der muss auch die Lehrerausbildung in den Blick nehmen.

    Die Steigerung der Quote der Absolventinnen und Absolventen sowie die Professionalisierung in der beruflichen Lehrerbildung mit den beruflichen Fachrichtungen Metalltechnik und Elektrotechnik steht dabei an erster Stelle des Entwicklungsprojekts „GOBeL“.

    Die Friedrich-Dessauer-Schule Limburg und das Zentrum für Lehrerbildung der Justus-Liebig-Universität Gießen greifen in ihrer Zusammenarbeit den Auftrag des hessischen Lehrerbildungsgesetzes zur Kooperation der Träger der Lehrerbildung im Lande Hessen auf und erklären ihre Bereitschaft, durch den Austausch von Leistungen in der Lehreraus- und in der Lehrerfortbildung sowie in der Unterrichts- und Schulforschung zusammenzuarbeiten.

    In einem ersten Kooperationstreffen im neuen Technologiezentrum konnten sich die Gäste des Projektteams „GOBeL davon überzeugen, dass die Friedrich-Dessauer-Schule modernste Ausbildung ermöglicht und junge Menschen mit Innovationen und visionären Projekten für technische Berufe begeistert.