Friedrich Dessauer Schule erhält Pkw-Brennstoffzelle
Wasserstoff wird in Zukunft als Energieträger im Straßenverkehr immer wichtiger
Die Freude steht Abteilungsleiter Oliver Koch buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Grund hierfür ist die Übergabe einer hochmodernen Brennstoffzelle durch das Autohaus Ludwig in Limburg. „Damit haben wir die ideale Ergänzung im Bereich Elektromobilität“, so Koch, der damit auf das schuleigene Hochvoltfahrzeug anspielt.
Berthold Ludwig, Geschäftsführer des Autohauses Ludwig, pflichtet Koch bei: „Anders, wie häufig angenommen, verbrennen mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge diesen nicht in einem Verbrennungsmotor, sondern seine Energie wird in einer Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt. Damit wird dann ein Elektromotor angetrieben. Umweltschädliche Abgase entstehen dabei nicht, sondern nur Wasserdampf.“ Darüber hinaus weist Ludwig aber noch auf weitere Vorteile hin. „Unser Hyundai Nexo lässt sich in kürzester Zeit problemlos auftanken und hat eine Reichweite von 540 km. Der Verbrauch beträgt dabei nur 1,2 Kilo Wasserstoff auf 100 km“.
Mit der gespendeten Brennstoffzelle liegt man voll im Trend. So sieht die Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung zum Erreichen der Klimaschutzziele bis 2030 im Zeitraum von 2016 bis 2026 ein Fördervolumen von bis zu 1,4 Mrd. Euro vor.
Dass es nun sogar noch schneller gehen könnte, deutet die aktuelle Reise von Wirtschaftsminister Robert Habeck(Grüne) an, zurzeit auf Mission „Grüner Wasserstoff“ in Namibia und Südafrika unterwegs.
Für Koch zeichnete sich dieser Weg schon länger ab. „Unsere Schule besitzt seit zwei Jahren eine schuleigene Solaranlage, auch für Unterrichtszwecke. Mit 18 kW Spitzenleistung ist es dabei möglich, die Standby-Leistung des Schulgebäudes nahezu vollständig abzudecken.“, so Koch, der bei Planung und Bau der Solaranlage selbst Hand anlegte.
Das nächste Projekt kündigt sich auch schon an: Ab nächstem Jahr soll ein zusätzliches Windrad auf dem Schulgeländeelektrische Energie erzeugen.
„Ideal wäre es“, so Koch, „wenn wir mit unseren Möglichkeiten grünen Wasserstoff vor Ort erzeugen könnten.“
Aber dies sind dann wirklich noch Zukunftsträume.
V. l. n. r.: Berthold Ludwig, Geschäftsführer des gleichnamigen Limburger Autohauses übergibt die Brennstoffzelle an Berufsschullehrer Frank Donecker und Abteilungsleiter Oliver Koch. Mit dabei der Initiator der Brennstoffzellenspende Kfz-Meister und Serviceberater Christopher Rosenthal.
Spitzentechnologie zum Anfassen – Die gespendete Brennstoffzelle wird den Unterricht bereichern.
Die Schüler der Fachoberschulklasse 12A FOS Maschinenbau hatten von ihrem Lehrer den Auftrag bekommen, eine Lösung zu finden, wie Kundinnen und Kunden im Internet ein Produkt bestellen können, mit dem sie ohne Vorkenntnisse möglichst leicht einen sogenannten „Tiny Forest“ pflanzen können. Tiny Forests sind Mischwälder auf einer kleinen Fläche mit dichter Bewachsung, die meist im urbanen Raum angelegt werden.
Die Vorgabe an die Schüler war, sich kreative Ideen auszudenken, um auf einer Fläche von 10 x 20 Meter verschiedene Baumarten (Eichen, Kastanien, Buchen, Walnussbäume usw.) anwenderfreundlich wachsen zu lassen. Die Materialien des Endproduktes mussten kompostierbar sein.
Die Produktidee sollte entweder durch Handskizzen oder 3D-Modelle mit der CAD-Software „SolidWorks“ visualisiert werden. Eine Vermarktung des Produktes sollte ebenfalls geplant werden.
Vorgestellt werden für die Leistung der gesamten Klasse hier drei Vorschläge, die neben einer Idee auch noch ein fertiges Produkt realisierten.
Die Gruppe „Easyforest 360“ von Tobias Hartmann, Lukas Kunz und Tim Volkaert überzeugte mit einer in SolidWorks erzeugten Konstruktion, deren 3D-CAD-Modell mit dem 3D-Drucker der Schule ausgedruckt wurde.
Die Schüler nutzten aus recyceltem Altpapier bestehende, angefeuchtete Einweghandtücher und platzierten zwischen diesen eine Eichel, Nuss oder einen anderen Samen. Durch die vorgegebene Form der unteren Konstruktion wurde der Baumsamen mit Hilfe einer Handhebelpresse mit den feuchten Papierhandtüchern verpresst, aber nicht beschädigt, und das überstehende Papier perforiert. Um eine lange Kette bzw. ein Netz aus „Samentaschen“ zu erhalten, wurde noch gedrehter Naturbast mitverpresst.
Die Gruppe präsentierte außerdem die eigens erstellte Homepage www.easyforest360.de.
Auf eine reine Metallkonstruktion setzte Jakob Hassler, der seine Bauteile selbst auf einer Drehmaschine herstellte. Bei seiner Idee werden Stücke eines alten, angefeuchteten Eierkartons mit Erde und Samen befüllt und in einen Zylinder gegeben. Ein passgenau gedrehter Stempel wird in den Zylinder eingeführt, der mit einer Hebelpresse den Eierkarton um Erde und Samen presst. Das überschüssige Wasser fließt unten ab und es entsteht eine Art „Pflanztab“.
Die Gruppe von Niklas Weinfortner, Oliver Lautenschleger und Jonas Staudt stellte aus Abfällen einer Biogasanlage eine Art „Seedbomb“ her. Die als Dünger nutzbaren Abfälle wurden mit Bio-Kokosfett vermischt und um die Baumsamen gepresst. Erste Tests in freier Natur zeigten, dass die Samenbomben auch in trockenem Zustand nicht zerfallen und durch Feuchtigkeit Keime entstehen.
Auch wenn dieses Projekt rein fiktiv war und es natürlich einfacher wäre, Eicheln, Kastanien, Walnüsse und andere Baumsamen zum Keimen zu bringen und in der Erde zu stecken, war die Auseinandersetzung mit der Thematik der „Tiny Forrest“ und noch viel mehr das eigenständige Konstruieren, Planen und zum Teil Fertigen eines technischen Systems zur Herstellung eines nachhaltigen Produktes für die Klasse eine motivierende Herausforderung mit erstaunlichen Ergebnissen.
Die feierliche Übergabe der fertiggestellten Longboards fand passend zur Verabschiedung der Berufsfachschülerinnen und -schüler statt, denn pünktlich zum Schuljahresende und dem Abschluss der 11. Klasse der Berufsfachschule waren die selbst entworfenen und selbst in Projektarbeithergestellten Longboards fertig geworden.
Fertiges Longboard
Am Dienstag, den 12.07.2022 feierten die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule nicht nur ihren Abschluss– sie konnten sich auch über ihre selbst hergestellten Longboards freuen. Sie hatten im Rahmen eines Projektes, das im Unterricht (Lernfeld- und Fachpraxisunterricht) durchgeführt worden war, ihre eigenen Longboardsproduziert.
Das Projekt „Longboard“ startetevor Beginn der Corona-Pandemie in der Berufsfachschulklasse zehn im Schuljahr 2020/2021 in den Bereichen Holz- und Metalltechnik. Die Schülerinnen und Schüler analysierten gängige Longboards und konstruierten eigenständigLongboard-Komponenten. Fächerübergreifendzeichneten sie die Bauteile, optimierten diese und fertigten Prototypen – unter anderem mit dem 3D-Drucker. In der Holzabteilung wurden die sogenannten Decks, die „Bretter“, designed und hergestellt, in der Metallabteilung wurdendie sogenannten Trucks, die Aufhängungen und Achsen für die Rollen, mit denen auch gelenkt wird, produziert.
2. Rohteil – Holzdeck3-Druck-Teil – Gummidämpfer3-Druck-Teile – Rollen3D-Druck – Prototyp und Fertigteil (Metall)CAD- Zeichnung – Truck
Aufgrund der Corona-Pandemie arbeiteten die Schülerinnen und Schülerlange Zeit nicht aktiv in den Werkstätten der Schule. Somit verzögerte sich auch die Fertigstellung der Boards. Hilfreich waren die Konstruktionsarbeit und die Vorbereitungen im Online-Unterricht.Nach den Lockerungen der Maßnahmen fanden sich die motivierten Schülerinnen und Schüler wieder in den Werkstätten ein und es wurde fleißig an den Komponenten gearbeitet. Zusätzlich konnte den Schülern der Metalltechnik ein Einblick in die Schweißtechnik ermöglicht werden: An einem Tag schweißten sie unterAnleitung ihre Longboard-Komponenten selbst und sammelten dabei wertvolle Erfahrungen.
Kleinserienproduktion – Longboard Komponenten
Schlussendlich entstand in Kooperation zwischen Theorie– und Fachpraxisunterricht und in Zusammenarbeit der beiden Disziplinen Holz- und Metalltechnik eine Kleinserie an fahrtüchtigen Longboards.
Kleinserienteile – fertige Longboards
Jede Schülerin und jeder Schüler konnte bei der Verabschiedung ein Longboard mit nach Hause nehmen, dasein Erinnerungsstück an das Projekt und aneineschöne, in kreativer Arbeit gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrernverbrachte, Schulzeit ist.
Übergabe der Longboards an die Schüler
Die Projektleitung bedankt sich bei allen Schülerinnen und Schülern für die tolle Arbeit während der Projektzeit, bei den Fachpraxislehrern der Holz- und Metalltechnik für die fantastische Zusammenarbeit und nicht zuletzt beim Schulleitungsteam, das dieses Projekt überhaupt ermöglicht hat.
Der Leistungskurs Maschinenbau der Peter-Paul-Cahensly-Schule, der in Kooperation mit der Friedrich-Dessauer-Schule unterrichtet wird, besuchte den Makerspace Gießen.
Der Makerspace ist ein Ort für alle, an dem man freie Werkbänke, Handwerkzeuge, Lasercutter, Nähmaschine, Fräse, Lötkolben und eben auch 3D-Drucker findet, um eigene Ideen zu verwirklichen. Auch ohne Vorkenntnisse kann der Makerspace genutzt werden, für manche Werkzeuge und Maschinen muss aber eine Einführung besucht werden.
Laut Projektleiter Johannes Schmid von der flux-werk gGmbH wurden hier schon einige Grundsteine für spätere Firmen gelegt.
Die angenehme Atmosphäre wird noch durch eine Bar aufgelockert, Kaffee, Tee und kalten Getränken können dort auf Spendenbasis verzehrt werden.
Die Schülerin und die Schüler des Kurses erhielten zunächst von Johannes Schmid einen Überblick über additive Fertigungsverfahren und ihre im wahrsten Sinne des Wortes beein“druckenden“ Möglichkeiten. So können zum Beispiel Phosphorverbindungen gedruckt werden, die als Gerüst für Stammzellen dienen, an denen diese neuen Knochen bilden, um nur ein Beispiel zu nennen.
Anschließend wurden die im Unterricht bereits erlernten CAD-Kenntnisse auf die bis dahin für den Kurs unbekannte, webbasierte Software „TinkerCAD“ angewendet, was keine Probleme darstellte.
Die erstellten Dateien wurden im Anschluss mit einem der vielen vorhandenen 3D-Drucker ausgedruckt.
Neben der erweiterten Fachkompetenz war der Besuch auch inspirierend und motivierend, so etwas in kleinerem Rahmen auch mal an der Friedrich-Dessauer-Schule anzubieten.
Förderung der Friedrich-Dessauer-Schule durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE)
Die Friedrich-Dessauer-Schule (FDS) wird seit 2019 auf Antrag gefördert und konnte durch die Förderung unter anderem Investitionen in ihrem neuen Technologiezentrum tätigen.
Im Folgenden werden Beispiele von Beschaffungen gezeigt, die an der FDS über das EFRE-Programm finanziert wurden:
CNC-Drehmaschine mit Roboteranbindung
In der Friedrich-Dessauer-Schule Limburg wurde eine neue CNC-Drehmaschine über EFRE-Förderung beschafft. Aufgrund der in der Berufsschule bereits vorhandenen Infrastruktur mit einer Concept Mill250 mit wechselbarer Steuerung und zugehörigen Programmierplatz PAL ist eine gleichwertige Ausstattung im Drehbereich geplant, so dass die neuen Komponenten eine Durchgängigkeit (technologisch und pädagogisch) zu den bereits vorhandenen Systemen gewährleisten. Die Maschine soll in einem späteren Schritt mit einem Roboter automatisiert beladen werden. An der Schule werden im Bereich Robotik, kollaborierende Roboter vom Typ UR eingesetzt. Aus diesem Grund wurde die Maschine bereits den notwendigen Automatisierungskomponenten geliefert. Des weiteren muss der Anbieter ein schematisches Abbild der Roboterbeladung mit dem Angebot abgeben, um eine Erweiterung in der Zukunft abzusichern. Ein Hinweis auf den notwendigen Typ des Roboter ( Reichweite), notwendige Maßnahmen zur Risikominimierung, sowie zusätzlich notwendiges Zubehör zur Automatisierung der CNC Maschine, soweit nicht im der Ausschreibung enthalten sind dabei zu erwähnen. Die hier anzubietende CNC Bearbeitungsmaschine ist mit einer wechselbaren Steuerungen ausgestattet. Die verschiedene Steuerungstastaturen können mit wenigen Handgriffen gewechselt werden. Somit wird für jeden verfügbaren Steuerungstyp eine realitätsnahe Ausbildung ermöglicht.
Virtueller Schweißtrainer
Der Virtuelle Schweißtrainer von SOLDAMATIC bietet als einziges System weltweit alle wichtigen Schweißprozesse voll simuliert in Augmented Reality Technik an. Es können unabhängig alle Positionen frei im Raum trainiert, und jegliche Zwangslage abgebildet werden. Der Schweißer ist somit im Training nicht an seinen Arbeitsplatz gebunden. Der Soldamatic arbeitet mit haptischen Werkstücken, die ein realitätsnahes Training gewährleisten. Im Vergleich zur herkömmlichen 3D-Technologie wird bei der AR-Technologie nur das Werkstück animiert, die Umgebung des Schweißers bleibt real. Dies fördert das Lernen in realistischer Umgebung, vermeidet die so genannte 3D-Krankheit (Schwindel bei längerem Arbeiten mit 3D-Animation) und fördert die Arbeitssicherheit am Arbeitsplatz. Die umfangreich hinterlegten WPS können vom Anwender geändert werden. Volt, Ampere und Gas können individuell eingestellt werden, mit direkter Auswirkung auf das Schweißergebnis/die Schweißnaht und die Schweißgeräusche!
Der SOLDAMATIC bietet mit seinem integrierten Learning Management System ergänzend eine integrierte Lösung der Theorie-Vermittlung und ein E-learning-Programm mit hinterlegter Fachkunde an (DVS-angelehntes Lehrmaterial). Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, individuelles Lehrmaterial in Theorie/Wissenstests und praktischen Schweißaufgaben in das System selbst zu integrieren.
Ein umfangreiches Analyseprogramm gibt jede einzelne Schweißnaht live wieder, Grafiken und Auswertungen zum Lernfortschritt bezogen auf die motorischen Fähigkeiten und theoretische Wissenstests können über die gesamte Dauer des Trainings abgerufen werden.
Durch die EFRE-Förderung konnten 4 Trainingssysteme angeschafft werden.
VR/AR- Brillen VR-Brillen können auf unzählige interaktive VR-Szenen mit Unterrichtsplänen, 3-D-Modellen und 360°-Ressourcen, die für intensive Virtual-Reality-Erlebnisse im Klassenzimmer zurückgreifen. Durch den Einsatz wird ein breites Spektrum an Themen und Lehrplanbereichen abgedeckt. Weiter können eigenen 360-Grad-Fotos und -Videos hochgeladen und bearbeitet werden. Durch die EFRE-Förderung konnten 24 VR-Brillen und 12 AR-Brillen für die Lernfabrik 4.0 angeschafft werden.
IoT-Systeme Grundlagen
Das Internet der Dinge – oder kurz IoT (Internet of Things) – revolutioniert die Art und Weise, wie wir über Kommunikation, Datenerfassung und Automatisierung denken und arbeiten. Durch die Einbettung von Sensoren in Alltagsgegenstände und Maschinen sind Unternehmen in der Lage, riesige Datenmengen zu sammeln, die für Analysen verwendet und für zahlreiche verschiedene Anwendungsfälle genutzt werden können. Hier können alle Sensoren der Lernfabrik 4.0 separat untersucht und betrachtet werden. Die verschiedenen Arten von IoT-Sensoren, ihre Anwendbarkeit in den realen Umgebungen und deren Vor- und Nachteile sowie potenzielle zukünftige Trends können diskutiert werden.
Ein IoT-Sensor sammelt Informationen aus seiner Umgebung und sendet sie über ein Netzwerk, in dem Anwendungen diese Daten nutzen können. Dazu können Details wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Bewegung oder Abstände gehören. Außerdem können diese Sensoren mit anderen Geräten wie Kameras und Computern zu Überwachungs- oder Regelungszwecken verbunden werden. Durch die Nutzung eines IoT-Sensors zur Datenerfassung können Auszubildende fundierte Entscheidungen treffen und effizienter arbeiten. Außerdem können Sie ihr erworbenes Wissen in die Unternehmen tragen, wo diese durch die Anwendung von Sensoren und deren Automatisierung von Prozessen Zeit und Geld sparen können.
Intelligentes Hochregallager
Der Fuji s|tower ist auf die Anforderungen als Produktionsversorgungslager für die moderne Fertigung ausgelegt. Das Lagersystem ist in der Lage, SMD-Rollen sowie Lagerboxen aufzunehmen. Durch ein Überwachungssystem können feuchtigkeitsempfindliche Bauelemente überwacht und langlebig eingelagert werden. Mittels der Lagerboxen können beliebige Materialien für die Fertigung eingelagert werden, z.B. PCB’s, Kleinteile oder auch Restmengen. Die Lagerboxen stehen in unterschiedlichen Größen (7,13 und 15 Zoll) zur Verfügung. Der s|tower führt zu einer Steigerung der Effizien in jeder Fertigung. Gleichzeitig werden unerwünschte Wartezeiten gesenkt, Fehlerquellen bei der Bereitstellung von Komponenten vermieden und die Produktionskosten reduziert. Die Schülerinnen und Schülern lernen den praxisorientierten Einsatz des s|towers an Projekten. Mit der integrierten Einlagerungssoftware lassen sich problemlos nahezu jede Produktionsumgebung mit unterschiedlichen Lagerorten integrieren. Alle Vorgänge, die innerhalb des Hochregallagers ablaufen, sind durch die Glasscheibe beobachtbar und dadurch direkt nachvollziehbar.
Industrielle Kompaktanlage – Lernfabrik 4.0 CPS-140®
In der modularen, digitalen Lernfabrik 4.0 werden unter Verwendung neuester Technologien alle Aspekte einer modernen, zukunftsorientierten Produktion abgebildet. Die Produktionsstationen sind voll vernetzt. Die Automatisierungsstandards Profinet, Profibus-DP und OPC-UA kommen zur Anwendung. Über ein IoT-Gateway können Daten in die Cloud übertragen werden. Optional steht eine MES-Software als Erweiterung der Produktionsanlage zur Verfügung. Diese interagiert per OPC-UA mit den einzelnen Fertigungssegmenten. Die einzelnen Stationen enthalten Antriebsumrichter oder auch dezentrale Peripheriegeräte, die über Profinet integriert werden. Bei der Sensorik kommt auch IO-Link zum Einsatz. Alle Stationen besitzen RFID-Schreib-Lese-Köpfe und können die Produktionsdaten sowohl auf einem RFID-Tag als auch auf einem Server (z.B. OPC UA, SQL, …) ablegen. Während in jeder Station der aktuelle Produktionsschritt geprüft wird, ist eine Endkontrolle per busfähiger Kamera und weiterer Sensoren in einer eigenen Station realisiert. Um die hierzu nötigen Fähigkeiten ideal trainieren zu können, sind in der ETS Lernfabrik alle Prozessschritte mit ausschließlich realen Industriestandards und -komponenten abgebildet. Die Stationen der Lernfabrik CPS-i40® sind voll modular aufgebaut und können für den Erwerb der steuerungstechnischen Grundlagen als auch der komplexen Prozesskompetenz von vernetzten Systemen verwendet werden. Somit stellt die Anlage eine in hohem Maße geeignete hybride Lernumgebung dar, die es durch ihre Anpassungsfähigkeit (Modularität und Skalierbarkeit, Lernszenarien-Vielfalt) ermöglicht, auf individuelle Lernbedürfnisse einzugehen. Dadurch wird die Basis für selbstgesteuertes und informelles Lernen geschaffen. Hierbei interagieren alle Elemente des Ausbildungssystems miteinander und stellen so den Lernerfolg sicher.
FESTO DIDACTIC Bei den Neuanschaffungen handelt es sich um eine sinnvolle Ergänzung und Erweiterung der seit 2012 vorhandenen Ausstattung der Steuerungstechnik und der Elektropneumatik. Diese wurde kontinuierlich ergänzt, sodass bis heute ca. 300.000€ investiert wurden. Angeschafft wurden im Rahmen einer Ergänzungsbeschaffung zum EFRE-Antrag folgende Systeme:
Trainingspaket 101 Pneumatik Grundstufe
Trainingspaket 102 Pneumatik Aufbaustufe
Bandsysteme mit Aufbauten
Trainingssystem Hydraulik Grund- und Aufbaustufe
Lernsoftware FluidSIM
Schulungssystem VW-E-UP Dieses rein elektrische Trainingsfahrzeug ist voll funktionsfähig und ideal für Fehlersuch- und Diagnosearbeiten geeignet. Darüber hinaus ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, an den Komponenten des Hochvolt-Systems wie dem elektrischen Antrieb, dem Komfortsystem oder der Hochvoltbatterie verschiedene Messungen, Tests und diagnostische Verfahren zu erlernen.
Der Volkswagen E-Up ist umgebaut zum Trainingsfahrzeug, der Betrieb im öffentlichen Straßenverkehr ist nicht zulässig. Jedoch ist eine didaktisch wertvolle Auswahl an Lernsituationen und Diagnosemöglichkeiten mit über 50 Fehlern und über 100 Messbuchsen möglich. Messboxen in stabilem Metallgehäuse mit Haltegriffen und Not-Aus sowie aufgedrucktem Schaltbild sind vorhanden. Hochvolt-Messbuchsen führen die tatsächliche Spannung, sind jedoch im Strom stark reduziert. Ergänzt wird das System durch die vorhandenen schuleigenen Test- und Messgeräte.
Inbegriffen ist ebenfalls ein kabelloser, werkstatttauglicher Diagnosetester für das Prüfen von Hybrid- und Elektrofahrzeugen. Zusätzliche Multimeterfunktionen wie Spannungs-, Widerstands-, Kapazitäts- und Durchgangsprüfung sind gegeben. Es können Messungen auf der Hochvoltseite bis zu 600 V (CAT IV1) vorgenommen sowie der Isolationswiderstand bis 200G Ohm bei Prüfspannungen von 50 bis 1000 V in unterschiedlichen Prüfmodi (t, PI oder DAR2) geprüft werden. Die Messergebnisse werden dabei jeweils gespeichert, ausgewählt und dargestellt.
Monitoring eines Energiemanagementsytem
Bereits im Juli 2009 wurde die Norm EN 16001 – ein Standard für Energiemanagementsysteme (EMS) – vom European Committee for Standardization (CEN) veröffentlicht. Generelles Ziel dieser Norm ist es, Organisationen beim Aufbau von Systemen und Prozessen zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz zu unterstützen. Ein systematisches Energiemanagement führt zur Reduzierung des Energieaufwandes, der Energiekosten und der Treibhausgasemissionen. Hier möchte die Friedrich-Dessauer-Schule anknüpfen und am Beispiel der Erfassung des eignen Energieverbrauchs den Umgang, die Programmierung und den Nutzen eines Energiemanagementsytem den Schülerinnen und Schülern didaktisch zu vermitteln.
Aufgabe eines Energiemanagementsystems ist es, die Energiesituation in Unternehmen zu ermitteln, auf Basis konkreter Daten die Energiepolitik neu zu definieren und die Energiebilanz zu verbessern. Des Weiteren müssen Faktoren, die den Energieverbrauch beeinflussen, identifiziert werden, um sie laufend zu überwachen und zu messen. Der Energiemanager ist dafür verantwortlich, die definierten Ziele zu verfolgen und die erreichten Ergebnisse kontinuierlich zu verbessern.
Die entscheidende Komponente in einem Energiemanagementsystem ist ein wirkungsvoller und kontinuierlicher Energiecontrolling-Regelkreis. Solch ein Regelkreis besteht aus den vier Stufen, Datenerfassung, Energieanalyse, Energieeffizienzmaßnahme und Kontrolle.
Moderne Energiemesstechnik (siehe UMG508) sorgt für die nötige Transparenz in der Gebäudeenergieversorgung. Eine kontinuierliche Datenerfassung, um einerseits auf Veränderungen im Betrieb rechtzeitig zu reagieren, andererseits aber auch um erreichte Ergebnisse dokumentieren zu können.
Über entsprechende Kommunikationsarchitekturen werden die erfassten Daten an einen zentralen Ort geleitet, in leistungsfähigen Datenbanken zentral gespeichert. Hier entstehen Schnittmengen, wo Schülerinnen und Schüler aus der Informationstechnik mit eingebunden werden können.
Die Energieanalyse basiert auf den Daten des automatischen Messdaten-Erfassungssystems. Die Energieanalyse liefert die Grundlage für die konkreten Ziele im Hinblick auf Energieverbrauch und Energiekostenreduzierung (z.B. 10 % Stromeinsparung pro Jahr).
Die Ergebnisse der Energieanalyse fließen in die Planung von Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Energiekosten ein.
Der Stromverbrauch, die Blindstromüberwachung, Wasser- und Gasverbrauch (ist in Planung), die Verfügbarkeit der elektrischen Energie und die Spannungsqualität werden in einer Datenbank gesammelt, ausgewertet und analysiert. Mit entsprechender Software lassen sich die unterschiedlichsten Daten aufbereiten, Statistiken und Tabellen im gewünschten Format erstellen, die dann dem Finanzcontrolling, dem Energiemanager zur Verfügung gestellt werden.
Durchgängige Energiemanagementsysteme über die verschiedenen Netzebenen hinweg schaffen eine Netztransparenz welche es ermöglicht hohe Stromverbraucher zu identifizieren, ineffiziente Prozesse aufzudecken und entsprechende Energieeffizienzmaßnahmen einzuleiten.
UMG 508
Mobile RoboterUR3 und UR5
Durch den Einsatz der modernen industriellen Robotern können Arbeitsschritte wie Bestücken, montieren, verschrauben, palettieren, stapeln und verpacken – realisiert werden. Alle diese Funktionen sind mit den Industrieroboter möglich und in der Software berücksichtigt. Leicht einstellbar, leicht anpassbar, je nach Anwendung. Durch kollaborierende Roboter können auch alle Übergaben von Mensch zu Maschine erprobt und realisiert werden.
Weiter können die Roboter in die Lernfabrik 4.0 mit eingebunden werden.
Durch die Anschaffungen konnte sich die Ausstattung der Friedrich-Dessauer-Schule Limburg an den Anforderungen der modernen beruflichen Ausbildung erheblich verbessern.
Ausstattung von 3 Computer CAD-Räumen
EFRE-Antrag 20007729
Projektbeschreibung:
Im Rahmen der Modernisierungsinitiative der Friedrich-Dessauer-Schule wurde beschlossen, die CAD-Räume zu erneuern, um den Schülern eine zeitgemäße und praxisnahe Ausbildung im Bereich computergestütztes Design (CAD) zu bieten. Die Schule beantragte erfolgreich Mittel aus dem EFRE-Programm, um die erforderlichen Investitionen zu decken.
Ausstattung der CAD-Räume:
Die EFRE-Mittel ermöglichten die Anschaffung hochmoderner Computer und CAD-Software für die drei CAD-Räume an der Friedrich-Dessauer-Schule. Jeder Raum wurde mit leistungsstarken Workstations ausgestattet, die den Anforderungen des CAD-Unterrichts gerecht werden. Die Computer verfügen über schnelle Prozessoren, große Arbeitsspeicher und leistungsfähige Grafikkarten, um komplexe Konstruktionsaufgaben problemlos bewältigen zu können.
Zusätzlich wurden hochwertige Peripheriegeräte wie Bildschirme, Tastaturen und Mäuse angeschafft, um den Schülern ein komfortables und effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Alle Räume erhielten auch ergonomische Möbel, um eine angenehme Lernumgebung zu schaffen.
Die CAD-Software wurde ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht. Die Schule erwarb Lizenzen für führende CAD-Programme, die in der Industrie weit verbreitet sind. Dadurch erhalten die Schüler praxisrelevante Kenntnisse und sind besser auf den zukünftigen Arbeitsmarkt vorbereitet.
Schulung und Nutzung:
Nach der Ausstattung der CAD-Räume führte die Friedrich-Dessauer-Schule Schulungen für Lehrkräfte durch, um sicherzustellen, dass sie die neue Technologie effektiv nutzen können. Die Lehrer erhielten umfangreiche Schulungen in der Bedienung der CAD-Software und der Nutzung der neuen Geräte, um den Schülern optimalen Unterricht bieten zu können.
Die CAD-Räume stehen nun den Schülern der Friedrich-Dessauer-Schule zur Verfügung. Der Unterricht wird durch die modernen Ressourcen verbessert, da die Schüler nun in einer realitätsnahen Umgebung arbeiten können. Die interaktiven Funktionen der CAD-Software ermöglichen es den Schülern, ihre Ideen direkt umzusetzen und ihre Entwürfe dreidimensional zu visualisieren.
Dank der großzügigen Unterstützung durch EFRE-Mittel konnte die Friedrich-Dessauer-Schule ihre CAD-Räume erfolgreich modernisieren. Die Schüler profitieren nun von einer zeitgemäßen Ausstattung, die ihre praktischen Fähigkeiten im Bereich des computergestützten Lernens im beruflichen Bereich fördert.
fördert.
Ausstattung der Schule durch Hardware (IKT) gefördert durch EFRE Durch die EFRE-Förderung konnten an der Friedrich-Dessauer-Schule folgende Hardware angeschafft werden:
100 neue PC+Monitore für die Ausstattung 4 PC-Räume
2 x Ipad-Wagen mit je 16 Ipads für die Schülerausleihe
1 x Laptopwagen mit 12 Laptops für die Schülerausleihe
16-Ipads Pro für die Ausleihe
5 x Prometheanboards zur Präsentationszwecke
6 x Beamer/Dokumentenkameras/Halter zur Präsentationszwecke
30 frisch gebackene Kfz-Mechatroniker-Gesellen freuen sich über eine erfolgreich abgelegte Prüfung
Am 21. und 22. Januar wurde die praktische Prüfung in den Werkstatträumen der FDS-Limburg abgenommen. 13 Prüfer stellten den Prüflingen kniffelige Aufgaben, bei denen Letztere zeigen mussten, was sie in den dreieinhalb Jahren Ausbildung unter erschwerten Pandemiebedingungen gelernt haben.
Zuvor hatten sie bereits im Dezember die theoretische Prüfung als Onlineprüfung in Wiesbaden absolviert. Mit der Onlineprüfung sollen Prüfungsleistungen objektiver und Kosten eingespart werden.
Besonders erwähnenswert ist, dass sich unter den Prüflingen auch fünf ehemalige Flüchtlinge befanden, die in den vergangen Jahren sowohl Deutsch als auch einen Beruf gelernt haben – eine enorme Leistung!!!
Wir freuen uns sehr für die „Jung-Gesellen“ und wünschen ihnen alles Gute für ihre Zukunft. Als Lehrer haben wir die letzten dreieinhalb Jahre gerne mit ihnen zusammengearbeitet.
An dieser Stelle soll auch den Betrieben der Kfz-Innung Limburg-Weilburg für die gute Zusammenarbeit gedankt werden, die jedes Jahr über 30 jungen Menschen eine Ausbildung und somit eine Lebensperspektive ermöglichen.
An der Friedrich-Dessauer-Schule wurden diesen Dienstag die Schülerinnen und Schüler der zweijährigen BFS sowie einjährigen BzB verabschiedet.
Unter erschwerten Bedingungen – Stichwort Corona – haben die Lernenden, die aus vielen verschiedenen Schulen, z.T. auch aus anderen Bundesländern, zu uns kamen, ein bis zwei wirklich „verrückte“ Schuljahre erlebt. Unterstützt durch ein Team aus Lehrenden und Sozialpädagogen konnten viele Schüler trotz alledem vieles erreichen.
Die gesteckten Ziele waren, auch dies Corona geschuldet, dann doch sehr unterschiedlich:
Schüler, die bereits einen Schulabschluss „mitbrachten“, wollten z.T. ihre Noten verbessern und/oder die Zeit überbrücken, bis sich die Situation in einigen Arbeitsbranchen beruhigt hat oder sie benötigten einfach Zeit für eine finale Berufswahl. Für andere wiederum war das Erreichen eines (Qualifizierten) Hauptschulabschlusses oder der Mittleren Reife und/oder eine erfolgreiche Bewerbung für eine Duale Ausbildung das primäre Ziel.
In der kleinen, aber feinen Abschlusszeremonie reflektierten Detlef Jadatz, Koordinator der beiden Schulformen, sowie die Klassenlehrer und -lehrerinnen sehr kurzweilig die gemeinsame Zeit. Auch wurden einige Lernende von Helmut Laukötter, dem Vorsitzenden des Fördervereins der Schule, mit einem Cityring-Gutschein aufgrund besonderem Engagement, bestem Notendurchschnitt, o.ä. belohnt.
Stefan Laux, Schulleiter der Friedrich-Dessauer-Schule, verabschiedete die Schüler schließlich mit einem Einmachglas-Experiment über die wirklich wichtigen Dinge im Leben.
Auch auf diesem Wege wünscht die Friedrich-Dessauer-Schule den Absolventen alles Gute weiterhin viel Erfolg auf ihren Wegen! Und denkt immer daran, befüllt euer Glas zuerst mit den wirklich wichtigen Dingen!
Trotz der aktuellen Lage konnte in der FOS Maschinenbau ein interessantes Projekt umgesetzt werden. Dabei wurden Prototypen konstruiert und gefertigt, um das Modell eines Pkw-Antriebsstranges Instand zu setzen. Dieses war möglich, da die Konstruktion und die Fertigung fast ausschließlich digital gestützt und dadurch auch im Distanzunterricht durchgeführt werden konnten.
Folgende Inhalte wurden umgesetzt:
Strukturiertes Herangehen an ein Projekt
Inbetriebnahme und Einrichten eines einfachen 3D-Druckers mit Hilfe der englischsprachigen Dokumentation
Grundlegende Handhabung des CAD-Systems Solidworks
Übergabe der Daten an die 3D-Druck-Software
Einstellung der Druckparameter und Einrichten des Druckers
Fertigung des Prototyps
Optimierung
Erstellen einer informativen und ansprechenden Dokumentation
Die Berufsfachschüler der Fachrichtungen Metall-, Holz- und Elektrotechnik starteten bereits vor Wochen in der Vorbereitung für ihre Projektprüfung. Im Schwerpunkt Metalltechnik stellten sie die für die Präsentation erforderlichen Einzelteile wie einen Schraubstock her, die sie an den Prüfungstagen zur Fertigung ihrer Werkstücke benötigen. Genaues Arbeiten ist hier von besonderer Bedeutung, da am Ende eine Funktionsprüfung durchgeführt wird. Denn nur dem, der genau gearbeitet hat, gelingt letztendlich ein reibungsloser Zusammenbau. Die Lernenden aus dem Fachbereich Holztechnik bauen einen Beistelltisch, während in der Elektrotechnik eine Wendeschützschaltung für eine Hebebühne präsentiert wird.
Am kommenden Montag wird es ernst für die Schülerinnen und Schüler der drei Disziplinen. Für die anstehende Prüfung wünscht die FDS allen viel Erfolg!